Preis des Wettbewerbs „Sternstunden der Gesellschaftswissenschaften“ in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen

Übergabe des ersten Preises an der IGS Krummhörn-Hinte.
Von links nach rechts: Sebastian Von links nach rechts: Dr. Markus Rohmann (Stellv. Schulleiter), Lisa Michels (Westermann Schulberatin), Leona Brügge (ehem. IGS Krummhörn-Hinte, heute SEK I‑Leitung an der IGS Marienhafe), Kora Hoffmann-Rohlfs (IGS Krummhörn-Hinte), Niklas Strahn (IGS Krummhörn-Hinte), Gunther Graf (Fachmoderator für Gesellschaftslehre an Gesamtschulen in Niedersachsen).Weirauch (Redakteur Gesellschaftslehre), Kora Hoffmann (Preisträgerin und Lehrerin an der IGS Krummhörn-Hinte), Gunther Graf (Fachmoderator für Gesellschaftslehre an Gesamtschulen in Niedersachsen).
Das Netzwerk Fach Gesellschaftswissenschaften e. V. hat am 23. April erneut herausragende Unterrichtsvorhaben von Lehrerinnen und Lehrern im Bereich der Gesellschaftswissenschaften der Sekundarstufe I prämiert. Westermann unterstützte die Ausschreibung unter anderem mit Büchergutscheinen für die drei Gewinnerinnen und Gewinner. In der nunmehr zweiten bundesweiten Ausschreibung gab es seitens der teilnehmenden Lehrkräfte eine breite Resonanz.
2026 ging der erste Preis erneut an die IGS Krummhörn-Hinte (Niedersachsen). Dieses Mal allerdings an ein Team bestehend aus Leona Brügge, Niklas Strahn, Kora Hoffmann-Rohlfs und Maik Gäbel. Die Unterrichtseinheit „Eine Klassenfahrt planen“ hatte sich gegenüber vielen anderen ebenfalls gelungenen Einsendungen durchsetzen können.
Aus Sicht der Jury wurden in der Einheit fachlich-didaktische Aspekte wie Teamarbeit, Leitfragenorientierung oder Differenzierung vorbildlich behandelt. Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Eltern wurden miteinbezogen. Zudem bot die Unterrichtseinheit „fächerübergreifende Anknüpfungspunkte“, in diesem Fall an das Fach „Deutsch“. „Vor allem die umgesetzte Arbeitsweise in multiprofessionellen Teams ist für das Fach GeWi wegweisend“, so die Jury des Netzwerks Fach Gesellschaftswissenschaften e.V.
Einen starken Lebensweltbezug hatten auch die Unterrichtseinheiten des zweiten und dritten Platzes. Alexandra Zender vom Eifel-Gymnasium Neuerburg in Rheinland-Pfalz überzeugte die Jury mit einer Unterrichtseinheit zum „Umgang mit Deepfake“ – methodisch, aber auch wegen der hohen Relevanz für Schülerinnen und Schüler sowie für ihre Gegenwartsorientierung in historischen Lernprozessen. Die Unterrichtseinheit regt aus verschiedenen Perspektiven zum kritischen Umgang mit digitalen Medien und zur Reflexion ihrer Nutzung an.
Der dritte Platz ging in diesem Jahr an Vincent Meyer von der Julius-Leber Stadtteilschule in Hamburg. Auch das Thema seiner Unterrichtseinheit zur „Erinnerungskultur“ ist gesellschaftlich hochgradig relevant. Sie ermöglicht Schülerinnen und Schülern, Aspekte der deutschen Geschichte, aber auch von Geschichte allgemein mit eigenen Vorerfahrungen und der Gegenwartskultur in Verbindung zu bringen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem regionalen Lernen, wodurch Identifikation und kritische Auseinandersetzung im Nahraum möglich werden.
Im Verlauf des Jahres stellt der Westermann Bildungsmedienverlag alle drei Unterrichtseinheiten in Form von Webinaren vor. 2027 wird der Wettbewerb erneut ausgeschrieben.